Freeparade
Transform the Norm! Do it Yourself!

Jun
13

Seit 2007 ist die Freeparade vier Mal durch Wiens Straßen gerollt. Jedes Jahr haben tausende Menschen für ein selbstbestimmtes Leben abseits von rassistischen, sexistischen und kapitalistischen Normen demonstriert. Gemeinsam haben wir versucht wenigstens für die kurze Dauer der Parade einen Freiraum zu schaffen, der uns durch tägliche Repression genommen wird.

Oft sind wir dabei an unsere Grenzen gestoßen. Immer wieder ist es zu sexistischen, homophoben und sogar sexuellen Übergriffen
innerhalb der Parade gekommen, während das Orga-Team samt zahlreicher UnterstützerInnen damit ausgelastet war, sinnlose Streitereien zu schlichten. Dabei hat sich uns die Frage gestellt, warum viele DemoteilnehmerInnen bei
solchen Übergriffen und Streitereien nicht eingegriffen haben. Das Konzept der Freeparade basiert auf Eigenverantwortung. Wer ein selbstbestimmtes Leben fordert, muss auch dazu bereit sein sich zu engagieren und aktiv zu werden,
wenn Menschen Unterstützung brauchen.

Doch auch innerhalb des Orga-Teams ist vieles nicht so gelaufen wie es sollte. Wir wurden immer weniger Leute, waren immer mehr mit der Organisation beschäftigt und konnten so nicht auf Probleme reagieren. Auch unsere persönlichen Ressourcen sind an ihre Grenzen gestoßen.

Daher wird es 2011 in Wien keine Freeparade geben.

Mit dieser Pause hört die Freeparade jedoch nicht auf. Es gibt nach wie vor genügend gute Gründe Widerstand zu leisten: Noch immer verbreiten PolitikerInnen rassistische, rechtskonservative Vorstellungen und Ideen und erreichen damit immer größere Teile der Gesellschaft. Nazis trauern öffentlich um ihre „Verluste“ während des Zweiten Weltkriegs und feiern in der Hofburg ihre Feste, während antifaschistischer Protest untersagt wird. Das kapitalistische System beutet weiter Menschen und Umwelt aus, obwohl uns nicht zuletzt die Weltwirtschaftskrise  gezeigt hat, dass der Kapitalismus versagt hat.

Protest gegen dieses System wird mit Repression begegnet und antikommerzielle, kulturelle Bewegungen, die sich durch illegalisierte Veranstaltungen und Partys staatlicher Kontrolle entziehen wollen, werden zunehmend kriminalisiert. Auf Basis von „Mafiaparagraphen“ werden politische Schauprozesse geführt, bei denen linke AktivistInnengruppen als „kriminelle Organisationen“  eingestuft werden – daran ändert auch der Freispruch im Verfahren gegen die TierrechtlerInnen nichts. Der nächste Prozess dieser Art steht schon in den Startlöchern. (mehr Info: http://antirep2008.org/)

Dass die Freeparade 2011 in Wien nicht stattfinden wird, bedeutet nicht das Ende unseres lautstarken Protests. Wir werden uns nicht mit dem täglichen Wahnsinn, in dem wir leben müssen, abfinden. Wie es weitergehen wird, hängt auch von euch ab. JedeR ist dazu aufgerufen sich Freiräume zu nehmen und sich an Protestaktionen – welcher Art auch immer – zu beteiligen.

Während die Freeparade Wien 2011 eine Pause einlegt, geht der Protest in Paris weiter. Am 14.Juli wird die Freeparade in Paris durch die Straßen rollen. Mehr Infos dazu gibts hier: http://www.freeparadeparis.org/

Stay tuned for revolution :)

Jun
21

Ein FETTES DANKE an alle, die bei der Freeparade dabei waren und mitgeholfen haben die Straßen Wiens zurückzuerobern!!!

Und noch eine Bitte: Uns hat ein Mail erreicht, dass ein Rucksack auf der Parade verloren bzw. eventuell in einem der Wägen liegengelassen wurde. Wenn ihr einen Rucksack gefunden habt bzw. einer übriggeblieben ist, der nicht euch gehört, schickt bitte ein Mail an uns: freeparade@gmx.at

Das gilt natürlich generell für alle Fundsachen. Bitte sagt uns Bescheid, wenn ihr was gefunden habt. Es gibt einige Leute, die auf der Suche nach Rucksäcken o.ä. sind.

Hier gibt es Presseberichte und Fotostrecken von der Freeparade:
derstandard.at: Transform the Norm, do it yourself!
diepresse.com: Demonstration mit Tanz-Faktor
oe.24.at: Freeparade zog wieder durch die Innenstadt
Kurzer Bericht in Wien Heute (ORF)
wienweb.at: Party gegen den Kommerz
Fotos auf Party Island

Wenn ihr noch Fotos oder Videos von der Freeparade habt, stellt sie bitte online und schickt uns den Link per Mail!

Alles was wir bekommen, wird hier online gestellt.

Die Freeparade Paris ist, wie wir auch, noch am Erholen von Samstag. Sobald wir Infos und Fotos von dort bekommen, stellen wir sie auch hier online.

Jun
18

Uns haben in letzter Minute noch zwei Info-Jingles zum PAZ/Schubhäfn (Zwischenkundgebung B) und zum Landesgericht (Zwischenkundgebung C) per Mail erreicht.

Hier gibts die Texte/Jingles zum Download:

PAZ/Schubhäfn:Weg mit der Schubhaft

Landesgericht : Nach Freiheit streben

Wäre super, wenn ihr die auch noch mitnehmen und bei den Zwischenkundgebungen abspielen könntet.

Jun
16

Noch eine wichtige Info: Bitte schaut, dass jeder Wagen entweder 1 Mikro oder ein Megaphon dabei hat.

Treffpunkt für alle mitfahrenden Wägen: 12 Uhr, Europaplatz (Christian-Broda-Platz)

Der Soundcheck findet vor der Parade direkt beim Treffpunkt am Europaplatz statt. Dabei wird ein/e MagistratsbeamtIn 5 Min. lang „Rosa Rauschen“ mittels mp3-player od. CD-Spieler über euer Mischpult abspielen. Der LC-Peak (maximale Schalldruck-Pegel) darf 110 – 130dB mit einem Abstand von 8m nicht überschreiten. Wir bitten euch also mit den Soundsystemen fertig verkabelt u. abspielbereit PÜNKTLICH um 12 Uhr am Europaplatz zu erscheinen, damit die Freeparade dann auch wirklich um 14 Uhr losrollen kann.

Die Fahrzeuge bzw. Aufbauten sollten nicht höher als 4 Meter sein, weil sonst Oberleitungen (Strom, Ampeln, etc.) beschädigt werden könnten.

Die Freeparade selber startet nach dem Soundcheck um 14 Uhr beim Europaplatz (Christian-Broda-Platz, 1060 Wien) und geht dann folgende Route:

(A)Europaplatz (Christian-Broda-Platz) – Mariahilferstraße – Neubaugasse – Lerchenfelderstraße – Blindengasse – (B)Zwischenkundgebung PAZ/Schubhäfn: Blindengasse/Ecke Breitenfeldergasse Breitenfelder Gasse – Feldgasse – Alserstraße – (C) Zwischenkundgebung Landesgericht: Alser Straße/ Ecke Wickenburggasse – Universitätstraße – Schottenring – (D) Zwischenkundgebung Börse: Schottenring/ Ecke Wipplingerstraße – Hoher Markt – Rotenturmstraße – Wollzeile – Ring bis Schwarzenbergplatz – Lothringerstraße bis zur (E) Abschlusskundgebung im Resselpark


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Bitte vergesst nicht bei den Zwischenkundgebungen die Jingles abzuspielen!

Die Texte/Jingles zum Download gibts hier:

MP3s -> http://www.megaupload.com/?d=2VC1E4AM

WAVs (für CD) -> http://www.megaupload.com/?d=T2EDNX3B

Weitere wichtige Infos und Bedingungen für mitfahrende Wägen

Jun
14

Wichtige Infos für alle Wägen

Jeder Wagen braucht Leute für den Demoschutz (OrdnerInnen). Pro Achse sollten dafür 2 Personen zuständig sein, die schauen, dass niemand unter die Räder kommt und dass es keine Probleme im Umfeld eures Wagens gibt. Eine Person sollte zusätzlich als Kontaktperson für die Demoleitung da sein. Diese Person wird in ständigem Kontakt mit der Demoleitung und dem Wagen vor und hinter euch sein, damit wir eine funktionierende Informationskette bei Problemen haben.

Bedingungen für mitfahrende Wägen:

- Jeder Wagen muss mindestens ein Transpi, mit einer Forderung haben. Politisch sollten sich die Forderungen im Rahmen des Freeparade-Katalogs bewegen, bei den Formulierungen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

- Da wir eine antikommerzielle Demonstration sind, wollen wir keine Werbung, in welcher Form auch immer, auf der Parade.

- Jeder Wagen muss kostenlos und gut sichtbar Trinkwasser anbieten, inklusive Becher.

- Jeder Wagen, der eine Musikanlage geladen hat, sollte auch eine CD- oder MP3- Abspielmöglichkeit haben. Es werden politische Texte vorbereitet, die die sonst üblichen Redebeiträge ersetzen sollen und an wichtigen Punkten auf der Route abgespielt werden können.

Die Texte/Jingles zum Download gibts hier:

MP3s -> http://www.megaupload.com/?d=2VC1E4AM

WAVs (für CD) -> http://www.megaupload.com/?d=T2EDNX3B

Natürlich ist es auch möglich eigene Texte einzusprechen und abzuspielen. Auch hier sollen der Kreativität keine Grenzen gesetzt sein, solange sie politisch im Rahmen des Forderungskatalogs sind.

Außerdem würden wir empfehlen nicht mit Wägen über 7,5 t mitzufahren. Bei so großen LKWs können wir nicht garantieren, dass ihr auf der Route überall durchkommt.

Alle Wägen über 7,5 t (im Zulassungsschein) brauchen eine Wochenendfahrgenehmigung. Diese muss mindestens 3 Werktage vor der Fahrt und für jedes Bundesland, durch das ihr fahrt, beantragt werden. Formular und Infos dazu gibts hier:

Wochenendfahrverbot – Antrag um Ausnahmebewilligung

Morgen, Mittwoch, können wir euch dann fix sagen, wie die Route gehen wird und wo der Soundcheck vor der Parade stattfinden wird. Infos, sobald wir sie haben, gibts hier.

Jun
13

§278ff in Österreich, 129a in Deutschland, Article 53 de la LSQ in Frankreich und der Criminal Justice Act in England – verwirrende Zahlenspiele im Paragrafendschungel der nationalen Gesetzbücher, die aber eine ernstzunehmende Gefahr für linke, politisch aktive Menschen sind. In Österreich wird aktuell auf Grundlage des sog. „Mafiaparagrafen“ 278ff ein politischer Schauprozess inszeniert, bei dem linken AktivistInnen die „Bildung einer kriminellen Organisation“ vorgeworfen wird, weil sie sich nicht mit den gegebenen Verhältnissen zufrieden geben wollten.

Die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen – nicht zuletzt in Griechenland – beweisen uns: der Kapitalismus hat versagt! Doch wer sich gegen dieses System mit seinen rassistischen und sexistischen Normen stellt, wird von den Herrschenden durch repressive Gesetzgebung kriminalisiert.

GEMEINT SIND WIR ALLE!

Doch nicht nur staatliche Repression bedroht uns zunehmend. Strache hat die „Schlacht um Wien“ ausgerufen, Nazi-Schlägertrupps greifen linke Kundgebungen an und eine rassistische, rechtskonservative Stimmung erfasst immer breitere Teile der Gesellschaft. All das zeigt, dass ein entschlossenes und gemeinsames Vorgehen gegen die politische Rechte wichtiger ist denn je – ungeachtet politischer Differenzen innerhalb der antifaschistischen Linken.

Am alltäglichen Wahnsinn wird sich nichts ändern, wenn wirs nicht tun. Deswegen wird die Freeparade in Wien, Paris und anderen Städten lautstark die Straßen zurückerobern und zeigen, dass kreativer Widerstand Spaß macht. Wir sind viele, wir sind wütend und wir sind überall! Wir wollen unser Leben und wir wollen es jetzt!

Die Freeparade startet am 19.6. um 14 Uhr vom Europaplatz (Christian-Broda-Platz) in Wien!

Ob mit Infomaterial, Musik, Theater, Visuals, Tanz, Verkleidung, Trommeln oder Transpis… Macht mit bei der Freeparade!

Wenn ihr noch Fragen habt, schickt einfach ein Mail an: freeparade@gmx.at

Zu den Forderungen der Freeparade

Jun
03

Das letzte Vorbereitungstreffen für alle, die bei der Freeparade in Wien mitfahren, -gehen oder sonstwas beisteuern wollen ist am 11.6. um 20 Uhr im EKH Beisl, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien.

Dieses Treffen soll vor allem dazu dienen, dass FahrerInnen und OrdnerInnen der einzelnen Wägen sich mal kennenlernen, damit man während der Parade weiß, wer AnsprechpartnerInnen sind, wenn es Probleme gibt. Also schickt bitte eure FahrerInnen und OrdnerInnen vorbei!

Natürlich gibts auch noch letzte Infos bzgl. Soundcheck und ähnlichem vor der Parade.

Falls ihr noch Fragen habt, bitte mailen: freeparade@gmx.at

Infos und Aufruf zur Freeparade 2010

Jun
03

Our french Freeparade colleagues are hard-working to prepare the Freeparade in Paris and other cities in France on June 19th. They tried this year more than the other to have the anti-fa people (Organisation like „No passaran“ or „Scalp“) and no-border no nation people join the parade, as they did some stuff with them along this year, as a sound system. They still have good hope they ‘ll join (last year there were already a three people group and a car  from the CNT – Historical Anarchist Syndicate in France).

The Freeparade Paris claims this year:

*- Non à la criminalisation des luttes (revendication européenne) toutes les autonomies sont la cible de repression policière et politique, amalgame avec le terrorisme, utilisation des armes non-létales ….*
- No to the criminalisation of the ‘social struggles’ all autnomous and revendicative scenes are the victims of political and police repression, juridic amalgam with terrorism, usage of lethal weapon.

*- Oui au libre partage et a la libre diffusion de la culture open source, réseaux maillés, peer to peer, copyleft et les lois liberticide qui tentent de restreindre le partage des informations (hadopi, lopsi 1 & 2 etc..)*
- Yes to free sharing and free diffusion of the culture open source, mesh network, peer to peer, copyleft / licence art libre, and the liberty-killer laws to restrain information sharing habits (french laws)

*- Oui a la libre circulations des êtres humains les marchandises circulent, pas les êtres humains immigration : controle aux frontiere, douanes volante / terrorisme : controle interieur*
- Yes to the liberty of movement. Merchandizes are free to move, not human beeings?! Immigration : border surveillance pretext , now inside the EU territory ! / terrorism pretext : data filing and long-last custody for every deviant population

The aim  this year again is that people demonstrating have access to flyers explaining our claims, so they can go and talk to the people in the streets the demo will meet.

News from other cities joining the worldwide Freeparade collective:

A part from switzerland , in Bien / Bielle (above the geneva lake), a RTS (reclaim the street) will take place. Unfortunately there are no news from Romania.

It seems something is running in the french city of Blois (not so far from Paris), Strasbourg seems a bit off from our latest news.

freeparadeparis.org

Mai
05

Achtung Änderung: Kundgebung findet vor der Hauptuni Wien statt!

Seit 31 Jahren ist das als “ Amerlinghaus“ bekannte Kulturzentrum Spittelberg hartnäckig ein linker Freiraum, Treffpunkt, Veranstaltungsort für viele verschiedene politische Gruppen, soziale Initiativen und für basis- und gegenkulturelle Projekte. Auch die Freeparade erhält seit drei Jahren Unterstützung des Kulturzentrums, indem wir die Räume zur Vorbereitung der Parade kostenlos nutzen können. Dieser Freiraum ist somit eine wichtige Voraussetzung zum Fortbestehen vieler linker Projekte – auch der Freeparade – und darf nicht wegrationalisiert werden!

Nun ist das Kulturzentrum aber gefährdet. Die Struktur wird seit langer Zeit sukzessive finanziell ausgehungert, nun ist das Limit erreicht!

Trotz langer Bemühungen um eine Verhandlungslösung mit der Gemeinde scheint diese nicht gewillt, den Forderungen des Kulturzenttrums nach einer Wertanpassung der Subvention nachzukommen. Das bedeutet: nach dem 30. Juni ist der ordentliche Betrieb in jetzigem Ausmaß und Qualität nicht mehr möglich. Daher soll ab Donnerstag, den 8.April eine Dauerkundgebung beim Rathaus stattfinden, an der sich auch die Freeparade beteiligen wird.

Am 21.Mai 2010 werden wir von 15 – 22 Uhr die Innenstadt beschallen, um lautstark den Erhalt dieses wichtigen Zentrums für linke Projekte von der Stadt Wien zu fordern. Die Kundgebung wird vor der Hauptuni Wien stattfinden.

RAUM LEER, RAUM HER: FREIRÄUME SCHAFFEN UND VERTEIDIGEN!!!!

Das Amerlinghaus bei der Besetzung im Jahr 1975.

Warum kommt die Stadt den Amerlinghaus Forderungen nicht nach?

Fakt ist, dass das Amerlinghaus eine Subvention in der seit 2004 gleich bleibenden Höhe von 250.000,- Euro erhält. Allerdings beanspruchen die steigenden Kosten für die Miete an die Gesiba, Gehälter und Betriebskosten mittlerweile die gesamte Subvention. Für den laufenden Betrieb – Ausstattung, Aufwand für Projekte, Veranstaltungen, Büro- & Verwaltungskosten, Öffentlichkeitsarbeit usw. bleibt kaum etwas über.

Die Gemeinde lässt uns auf diesem Problem sitzen.

Derzeit arbeiten im Amerlinghaus eine Reinigungsarbeiterin mit 40 h und drei Teilzeitangestellte zu 27,5 Stunden. Weitere Personaleinsparungen würden das Ende des Konzepts Amerlinghaus bedeuten. Denn der Betrieb des Hauses bringt eine Menge an Arbeiten mit sich, die weit über „Verwaltungstätigkeiten“ hinausgehen.

Ohne die Arbeit der Mitarbeiterinnen in gegenwärtigem Umfang kann das Kulturzentrum Spittelberg als nicht-kommerzielles, niederschwelliges, emanzipatorisches, NutzerInnen-orientiertes Zentrum nicht bestehen.

Wir wollen keine Haus-Aufsicht!

Wir wollen nicht kommerzialisieren!

Wir lassen uns im Amerlinghaus keine Arbeitsplätze wegrationalisieren!

Für über 50 Gruppen, Initiativen und Projekte stellt das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus eine wichtige Ressource für ihre Arbeit dar. Viele Kollektive und Einzelpersonen ohne Geld und ohne eigene Produktionsmittel sind auf die Struktur des Kulturzentrum Spittelberg angewiesen, um tätig werden zu können.

Es kann nicht sein, dass das Amerlinghaus als offenes, generationen-, subkulturen- und politics-übergreifendes und soziales Haus ausgehungert wird.

2. Besetzung 1980

Wir meinen, es ist gesellschaftlich notwendig, einen Raum am Leben zu erhalten, an dem

- Vielfalt und Antirassismus gelebt wird

- Heterogenität und Offenheit erwünscht ist

- generationen- und kulturenübergreifende Arbeit geleistet wird

- Kultur politisch ist und politische Kultur gepflegt wird

- Kritik und Auseinandersetzung nicht verhindert sondern gefördert werden

- kritisches Bewusstsein kommuniziert und in die Praxis umgesetzt wird

- politische Bildung stattfindet

- solidarische gesellschaftliche Konzepte entwickelt und solidarisches Handeln bestärkt werden

Viele Gruppen, Initiativen und Projekte sind von der Situation des Zentrums im Amerlinghaus betroffen, die es weiterhin als Ressource, als Treffpunkt, Veranstaltungsort, Rückzugsraum, Treibhaus, Arbeitsplatz, Kursraum, Proberaum, Gruppen- und Vernetzungsraum nutzen wollen.

Kämpfen wir gemeinsam um das Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus!

Für mehr und nicht weniger soziale, kulturelle, kommunikative Zentren!

amerlinghaus.at

Mai
03

Am 23.4. versuchten Rechtsextreme mehrmals die Freeparade Soli-Kundgebung für das Amerlinghaus (Mehr Infos) anzugreifen. Die Nazi-Hooligans waren zuvor bei der Wahlkampfabschluss-Kundgebung der FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz am Ballhausplatz . Nach Ende der Kundgebung und der linken Gegendemonstrationen sammelten sich faschistische Schlägertrupps immer wieder in der Innenstadt und planten Angriffe auf die Amerlinghaus-Kundgebung vor dem Burgtheater .

Dank zahlreicher AntifaschistInnen aller Lager, die zum Burgtheater gekommen waren und sich entschlossen gegen die Faschisten wehrten, konnten diese Angriffe abgewehrt und das Schlimmste verhindert werden. Wir möchten uns hier nochmal bei allen bedanken, die die Freeparade dabei unterstützt haben, aktiv gegen Faschos aufzutreten und sich nicht durch gewaltbereite Nazi-Hooligans einschüchtern zu lassen.

Diese Vorfälle, sowie die rassistische, rechtskonservative Stimmung und Gesetzgebung in Österreich und die bevorstehenden Wahlen in Wien zeigen, dass ein entschlossenes und gemeinsames Vorgehen gegen Rechtsextreme wichtiger ist denn je – ungeachtet politischer Differenzen innerhalb der antifaschistischen Linken.

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